Geografie:  Der maltesische Archipel besteht aus drei bewohnten und drei unbewohnten Inseln und liegt an einem strategischen Punkt im Herzen des Mittelmeeres, ca. 95 km südlich von Sizilien und 290 km von der nordafrikanischen Küste entfernt. Die Gesamtfläche der drei bewohnten Inseln beträgt 316 km². Malta ist ca. 27 km lang und 14 km breit (246 km²), Gozo erstreckt sich über 14,5 km Länge und 7 km Breite (67 km²) und Comino ist nur 2,6 km² groß. Die unbewohnten Inseln sind Filfla im Südwesten und die St. Paul’s Inseln und Cominotto im Nordosten.
Bevölkerung : Die Gesamtbevölkerung der maltesischen Inseln beträgt ca. 400.000 Einwohner, davon 370.000 auf Malta, ca. 30.000 auf Gozo und 4 auf Comino. Malta hat die vierthöchste Bevölkerungsdichte der Welt und steht in Europa mit 1.300 Einwohnern pro km² an dritter Stelle nach Monaco und Vatikanstadt. Größte Stadt ist Birkirkara mit rund 22.000 Einwohnern, die Hauptstadt Valletta hingegen zählt nur 6.500 Einwohner.
Sprache :
Landessprache ist Malti, die zweite Amtssprache Englisch. Malti ist die einzige semitische Sprache, die in lateinischer Schrift geschrieben wird. Die Sprache spiegelt in etwa die Geschichte Maltas wider. Ihr Ursprung geht zurück ins Phönizische, hat sich dann durch die arabische Eroberung in 870 zu einem arabischen Dialekt entwickelt und ist den nordafrikanisch-arabischen Dialektsprachen sehr ähnlich. Außerdem finden sich viele Lehnwörter aus dem Spanischen, Italienischen, Französischen und Englischen.
Religion :
98 % der Malteser sind römisch-katholisch. Daneben gibt es kleine jüdische und protestantiche Minderheiten. Die Religion hat seit jeher einen großen Einfluß auf das gesellschaftliche Leben der  Inseln und auch heute noch folgen die meisten dem Aufruf der Priester zum sonntäglichen Kirchgang. Ausdruck des frommen Glaubens sind außerdem die zahlreichen Kirchen und Kapellen auf den Inseln, es sollen insgesamt 365 sein, für jeden Tag im Jahr eine !
Politik:
Malta ist seit 1964 unabhängig und seit 1974 eine Republik mit einem Einkammernparlament mit 69 Abgeordneten. Es gibt zwei große Parteien, die Labour Party und die Nationalist Party. Die dritte Partei Alternativa Demokratika, Maltas Grüne, sind nicht im Parlament vertreten. Staatsoberhaupt ist der Präsident, seit 2004 Dr. Eddie Fenech-Adami, der auf fünf Jahre gewählt wird und der hauptsächlich repräsentative Aufgaben hat. Die Exekutive liegt bei der dem Parlament verantwortlichen Regierung unter Leitung des Premierministers. Seit dem 1. Mai 2004 ist Malta Mitglied der Europäischen Union.
Wirtschaft: Das BIP betrug im Jahr 2006 4,9 Mrd. Euro, und ist auf die Wirtschaftssektoren wie folgt aufgeteilt: Dienstleistungen : 74 %, Industrie : 23 %, Landwirtschaft : 3 %. Der größte Arbeitgeber ist der Staat, gefolgt vom Tourismus, an dem ca. 28 % aller Arbeitsplätze hängen. Die bisher stark vertretene Textilindustrie ist zurückgegangen, dafür gelang es Malta, pharmazeutische Unternehmen und Unternehmen für Informationstechnologie anzusiedeln. Einen wahren Boom gab es beim Sektor Onlineglücksspiele. Das Durchschnittsarbeitseinkommen eines Maltesers beträgt ca. 12.000 Euro im Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt um 5 %. Im Dezember 2007 betrug die jährliche
Inflationsrate in Malta 3,1%.
Klima :
In Malta herrscht mediterranes Klima : heiße, trockene Sommer und milde Winter. Der Sommer dauert von Juni bis Anfang/Mitte September. In dieser Zeit regnet es so gut wie nie und die Tagesdurchschnittstemperatur beträgt ca. 34 Grad im Schatten, auch nachts kühlt es sich nur bis auf etwa 22 Grad ab. Im Oktober beginnen die Inseln nach den ersten Regenfällen, oft starke Gewitter, wieder grün zu werden. Die Temperaturen betragen zwischen 22 und 26 Grad und meistens kann man bis in den November hinein baden. Ab Dezember bis Ende Februar spricht man in Malta vom Winter, der regenreichsten Zeit der Inseln. Aber selten gibt es restlos verregnete Tage, oft sind es nur kurze Schauer und die Sonne kommt schnell wieder zum Vorschein. Man kann durchaus das Glück haben, auch im Januar 20 Grad und strahlenden Sonnenschein vorzufinden. Frost und Schnee gibt es nie, allerdings weht fast ständig Wind. Im Sommer durchaus angenehm, kann er im Winter stürmisch und kalt werden. Der maltesische Frühling dauert von März bis April. Doch schon ab Februar verwandelt sich die Landschaft mancherorts in ein wahres Blütenmeer. Die Temperaturen steigen und die Anzahl der durchschnittlichen Regentage sinkt.