ab 5200 v. Chr. :
Jungsteinzeit : Die maltesischen Inseln werden von Sizilien aus besiedelt. Die Menschen leben größtenteils in den zahlreichen Höhlen Maltas und ernähren sich von Jagd und Fischfang und betreiben auch Ackerbau und Viehzucht.
4000 – 2500 v. Chr. :
Eine einzigartig Megalithkultur entwickelt sich. Es entstehen u. a. die Tempelanlagen von Skorba, Ta’Hagrat, Ggantija, Hagar Qim, Mnajdra und Tarxien. Diese Zivilisation kennt
noch kein Metall, sondern stellt seine Werkzeuge aus von den Lipari-Inseln eingeführtes Obsidian (sehr hartes Vulkangestein) und Feuerstein her. Es wird eine Fruchtbarkeitsgöttin verehrt, der Tier- und Trankopfer in den Tempeln gebracht werden. Da weder Waffen noch Spuren von Gewalteinwirkung gefunden wurden, geht man davon aus, daß diese Zivilisation friedfertig war.
2.500 – 800 v. Chr. : 
Bronzezeit : Plötzlicher Untergang der einzigartigen Megalithkultur aus nicht bekannten Gründen. Es gibt eine neue Einwanderungswelle aus Italien über Sizilien. Sie bringen mit sich Metallwerkzeuge und –waffen und leben in Gemeinschaften in befestigten Dörfern. Anscheinend fürchten sie Feinde.
800 – ca. 500 v. Chr. :
Die Phönizier, ein seefahrendes Handelsvolk, benutzen Malta zuerst nur als Stützpunkt ihrer langen Seereisen gen Westen. Mit der Zeit aber lassen sich  viele Phönizier endgültig in Malta nieder, worauf u. a. Überreste von mehreren phönizischen Tempeln hinweisen. Der Name Malta geht wohl auch auf die Phönizier zurück. Das Wort “mlt” (ausgesprochen malet) heißt soviel wie Zufluchtsort.

500 – 218 v.Chr. :
Malta gerät unter den Einfluß Karthagos, einer phönizischen Kolonie in Nordafrika, und wird Teil des Punischen Reiches. Die Inseln sind für die Karthager vor allem von strategischer Bedeutung beim Ausbau ihres Handelsreiches. Durch den wachsenden Wohlstand werden mehr und mehr Piraten angezogen. Im 1. Punischen Krieg 257 v. Chr. werden die maltesischen Inseln von den Römern geplündert und verwüstet.
218 v. Chr. –395 :
Im zweiten punischen Krieg wird Malta von den Römern eingenommen und ist nun Teil der Provinz Sizilien. Von den Römern Melite genannt, liefert Malta Honig, Leinen und Olivenöl. Als wichtiger Stützpunkt im Mittelmeerraum erleben die Inseln eine blühende Epoche.
60 n. Chr. erleidet der Apostel Paulus Schiffbruch auf Malta. Er verweilt drei Monate auf der Insel und bekehrt die Bevölkerung zum Christentum. Um Mitte des 4. Jahrhunderts tritt das Christentum verstärkt auf, worauf zahlreiche christliche Grabstätten (Katakomben) hinweisen.

395 :
Man vermutet, daß die maltesischen Inseln nach der Teilung des Römischen Reiches zu Byzanz gehören, kirchlich jedoch weiterhin an Rom orientiert si

ab 870:

Nordafrikanische Araber vom Stamm der Aghlabiden erobern Malta und herrschen über zwei Jahrhunderte über die Inseln. Sie führen Zitrusfrüchte und Baumwolle ein und schaffen mit der Einrichtung von Terrassenfeldern und Bewässerungssystemen eine ertragreiche Landwirtschaft.
1090 :
Der Normanne Graf Roger de Hauteville, der bereits Sizilien erobert hat, nimmt Malta im Handstreich. Das Christentum wird restituiert und die arabische Bevölkerung muß Tributzahlungen leisten. Christen, Moslems und Juden leben friedlich nebeneinander.
1127 :
Da die muslimischen Bewohner die Tributzahlungen verweigern, erobert Roger II, Sohn des Grafen Rogers,  die Inseln neu und gliedert sie dem Königreich Sizilien an.

1194 :
Der letzte normannische König hinterläßt keinen männlichen Thronfolger und somit fallen die Inseln durch Heirat Konstanzes, der Tochter Roger II, mit Heinrich VI an die Staufer. Unter Friedrich II, dem Sohn Konstanzes und Heinrich VI, werden die Muslime gezwungen zum christlichen Glauben zu konvertieren oder das Reich zu verlassen.

1266 :
Nach dem Tod Friedrichs II zerfällt das Stauferreich und das Königreich Sizilien geht an das Haus Anjou über.

1282 :
Die sizilianische Vesper, ein Aufstand der Bürger Palermos, beendet die französische Herrschaft zugunsten von Peter von Aragon. Für die nächsten anderthalb Jahrhunderte gehören die Inseln zu Spanien und müssen unter Ausbeutung von verschiedenen Lehnsherren leiden.

1530 – 1798 :
1530 erhält der Johanniterorden die maltesischen Inseln als Lehnsgut von Karl V, Kaiser des römischen Reiches und König von Spanien und fährt fort im Kampf gegen das
Osmanische Reich. In der Großen Belagerung besetzen die Osmanen vier Monate lang die Insel, können aber durch Großmeister Jean Parisot La Valette unter großen Verlusten zurückgeschlagen werden. Im Juni 1798 erobert Napoleon die Inseln, die Ritter müssen Malta verlassen.

1798 – 1800 :
Schon nach wenigen Monaten erheben sich die Malteser gegen die Franzosen und rufen die Briten zur Hilfe. Nach zwei Jahren Belagerung kapitulieren die französischen Truppen. Die Briten besetzen die Inseln.
1814 :
Durch den Vertrag von Paris wird Malta offiziell englische Kronkolonie. Die Inseln werden zum Hauptflottenstützpunkt der Royal Navy.

1919 :
Am 7. Juni kommt es zu einem Aufstand, als sich die eh schon in Armut lebenden Bürger gegen Preisanstieg von Brot und andere Belastungen wehren. Der Volksaufstand wird von der Kolonialverwaltung blutig niedergeschlagen und mehrere Malteser gehen dabei
drauf. Heute ist der Sette Guigno ein gesetzlicher Feiertag.

1940 – 1943 :
Während des 2. Weltkrieges erleben die Inseln eine zweite Große Belagerung. Über nahezu zwei Jahre erschüttern meist nicht weniger als drei Luftangriffe pro Tag die Inseln. 1942 ist Malta von allen Versorgungstransporten abgeschnitten. Im April 1942 verleiht der britische König George VI dem maltesischen Volk das englische Georgskreuz für seine Tapferkeit.

1964 :
Im September erlangt Malta seine Unabhängigkeit. Staatsoberhaupt bleibt Königin Elisabeth II.

1974 :
Malta wird eine Republik, bleibt aber im Commonwealth

1979 :
Die letzten britischen Truppen verlassen Malta

2004 :
Beitritt Maltas zur Europäischen Union

2008 :
Seit dem 01.01.2008 ist der Euro offizielle maltesische Währung.